Schon seit Jahrhunderten erste Adresse für Bildung

Universitäten sind gewiss keine neue Erfindung. Die Gründung der Prager Karls-Universität durch Karl IV. im Jahre 1348 markiert die Entstehung der ersten deutschsprachigen Universität überhaupt. Kaum 20 Jahre später (1365) wird die Universität Wien ins Leben gerufen. Und die 1385 in Heidelberg von Fürst Ruprecht I. gegründete und nach ihm benannte Ruprechts-Karls-Universität ist die älteste Universität auf dem Territorium des heutigen Deutschlands.

Im Laufe der Zeit haben sich Universitäten zu einem wichtigen gesellschaftlichen Faktor enwickelt: Sie wurden zur Keimzelle und zum Zentrum des Bildungsbürgertums. Mit ihrer langen Tradition stehen Universitäten für Kontinuität. Keine Frage: In der deutschen Bildungslandschaft ragen die Universitäten nach wie vor in besonderer Weise heraus. Nach wie vor besitzen sie das größte Prestige und ermöglichen die höchsten Bildungsabschlüsse hierzulande - die Promotion und die Habilitation. Wer also sein Studium noch mit einem Doktortitel krönen möchte, der kommt ebenso wenig an der Institution Universität vorbei wie derjenige, der dort eine Lehrberechtigung - die so genannte venia legendi - erhalten möchte.


Neben den Technischen Universitäten und Universitäten der Bundeswehr werden auch Pädagogische Hochschulen ( Synonyme: Ausbildungsstätte, Studienanstalt,... ), Sporthochschulen sowie kirchliche Hochschulen zu den Universitäten gezählt.